August Macke wurde 1887 in Meschede geboren und starb 1914 südlich von Perthes-lès-Hurlus in der Champagne. Er war ein deutscher Maler des Expressionismus.

August Mackes Interesse an der Malerei wurde schon in seinem Elternhaus geweckt. Sein Vater sammelte alte Stiche und zeichnete selbst Landschaftsgemälde. Mackes Familie zog direkt nach seiner Geburt nach Köln, wo er auch aufwuchs. Macke besuchte in Bonn das Realgymnasium. Schon 1902 malte August Macke seine ersten Aquarelle. Tiere, Landschaften und Portraits waren seine ersten Motive.

In Basel lernte August Macke Gemälde von Impressionisten kennen, eine Kunstrichtung, welche im damaligen Deutschland kaum bekannt war. Erste Gemälde von Macke versuchen diese gewonnenen Impressionen zu verarbeiten. Bei seiner ersten Reisen nach Paris war er besonders von den Werken Manets begeistert.

August Macke besuchte von 1904 bis 1906 die Akademie und die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf. 1907 lernte er Henri Matisse in Paris kennen, dessen Malerei ihn inspirierte. Bei Lovis Corinth ließ sich Macke noch mehr ausbilden. Während seiner Ausbildung bei Corinth entstanden 15 Skizzenbücher. Hauptsächliche Motive waren Theater, Cafés und die Menschen der Stadt. Wie schon in Paris besuchte August Macke auch in Berlin die Museen und setzte sich mit den Vertretern der Renaissance und des 19. Jahrhunderts auseinander. Ab 1909 kam er mit zahlreichen weiteren Künstlern in Kontakt.

1909 heiratete August Macke seine Frau Elisabeth. 1910 zog er mit ihr an den Tegernsee. Seine Kreativität erreichte einen weiteren Höhepunkt, zahlreiche Entwürfe seiner Bücher mit Skizzen dienten ihm für spätere Gemälde als Vorlage. Seine Gemälde waren weiterhin die Menschen, die Landschaft und Stillleben. Seine hier entstanden Pastelle zeigen Einflüsse von Cezanne. Die stete Auseinandersetzung mit den französischen Impressionisten befähigte August Macke schließlich zu einem eigenständigen Stil seiner Gemälde.

Mit Franz Marc verband August Macke eine tiefe Freundschaft. Er bildete mit Wassily Kandinsky, Alfred Kubin und Franz Marc die Künstlergemeinschaft "Der blaue Reiter". Ab 1911 trat August Macke nicht nur als Maler in Erscheinung. Seine zahlreichen Kontakte zu internationalen Künstlern und Museumsleitern machten es ihm möglich, mehrere Ausstellungen zu organisieren. Paul Klee und Wassily Kandinsky erhielten so durch Macke Ausstellungen.

Die Freundschaft mit dem Franzosen Robert Delaunay brachte August Macke in Kontakt mit der abstrakten Malerei. 1913 zog er in die Schweiz. Es war ein sehr produktives Jahr für ihn. Seine Arbeiten zeigten hier die Einflüsse vieler anderer Maler. Seine Motive waren auch hier der Mensch und die Natur.

Während einer mehrwöchigen Reise nach Tunesien zusammen mit Paul Klee und Louis Moilliet 1914 entstanden zahlreiche interessante Aquarelle. August Macke produzierte hier viele Skizzen und Fotografien, die er teilweise im Nachhinein als Vorlage für seine Ölbilder gebrauchte. August Macke besuchte immer wieder Kandern im Südschwarzwald, wo er zahlreiche Eindrücke erhielt. Sein letztes Gemälde "Der Abschied in düsteren Farben" hat fast prophetischen Charakter.

August Macke fiel als Soldat 1914 im Alter von nur 27 Jahren.

Gemälde von August Macke:

August Macke Türkisches Cafe
August Macke: Türkisches Cafe

August Macke Modefenster
August Macke: Modefenster

August Macke Frau des Künstlers mit Hut
August Macke: Frau des Künstlers mit Hut

August Macke Im Basar
August Macke: Im Basar

August Macke Türkisches Café
August Macke: Türkisches Café

August Macke Hyazinthenteppich
August Macke: Hyazinthenteppich

August Macke Marienkirche mit Häusern
August Macke: Marienkirche mit Häusern

Aulistung von Werken von August Macke:

- Mädchen unter Bäumen
- Kairouan
- Leute am Blauen See
- Badende
- Felsige Landschaft
- Promenade
- Landschaft bei Hammamet
- Russisches Ballett
- Dame in grüner Jacke
- Modefenster
- Zwei Männer mit Frau
- Indianer
- Unser Garten mit blühenden Rabatten
- Angler am Rhein
- Segelboot
- Akt mit Korallenkette
- Kleiner Zoo in braun und gelb
- Auf dem Sofa eingeschlafen
- Farbige Formen
- Helle Strasse mit Leuten